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Berufsbilder Film

Maschinist/in:

Die Bezeichnung "Maschinist" wird vorwiegend in der Schweiz gebraucht. In Deutschland und Österreich wird die Bezeichnung "Kamerabühne", "Bühnenarbeiter" oder einfach "Bühne" gebraucht. Der Tätigkeitsbereich des Maschinisten umfasst die handwerkliche, technische und organisatorische Mitarbeit bei der Herstellung von Kino-, Fernseh-, Werbe- und Industriefilmen. Er ist für die Installation und die Bewegungen der Kamera, deren Trageinrichtungen sowie andere Bestandteile der Bühneneinrichtung verantwortlich. Der Beruf ist durch die technische Entwicklung und stetig steigenden Anforderungen zu einer hochspezialisierten Tätigkeit geworden.


Aufgaben

In der Vorbereitungsphase bespricht der Maschinist mit dem Kameramann die bühnentechnischen Anforderungen aufgrund des Drehbuches. Erweist sich ein Drehort in bühnentechnischer Hinsicht als schwierig, nimmt er an einer Besichtigung teil. In Absprache mit dem Kameramann und der Produktion stellt er die Ausrüstung rund um die Kamera, deren Bewegungen und Fixierungen zusammen. Beim Geräteverleih prüft er die Ausrüstung auf Vollständigkeit und Funktionstüchtigkeit, bevor er sie in das dafür vorgesehene Fahrzeug lädt. Während der ganzen Produktion ist er nun für dieses Material und dessen Wartung verantwortlich.

Während der Dreharbeiten arbeitet der Maschinist eng mit den Bereichen Beleuchtung und Kamera zusammen. Der Maschinist bleibt immer bei der Kamera. Bei jeder Änderung der Kameraposition unterstützt er den Kameraassistenten.

Der Maschinist ist für den Aufbau aller kameratragenden Systeme verantwortlich. Dabei achtet er darauf, dass die Bedienbarkeit der Kamera immer gewährleistet ist. Er stellt das Kamerastativ auf und montiert Schwenkköpfe, Ausleger oder spezielle Kameraaufhängungen. Wird ein Kamerafahrzeug eingesetzt, legt er je nach Boden und Gelände die Schienen für das Travelling oder legt z.B. Platten als Fahrunterlage. Der Maschinist ist für den Aufbau der Kamerafahrzeuge und der Kamera-Krane verantwortlich, die er während der Aufnahmen in Absprache mit dem Regisseur und dem Kameramann dann auch bedient. Der Maschinist führt die Kamerabewegungen also zusammen mit dem Kameramann aus.

Bei der Vorbereitung auf die einzelnen Aufnahme ist der Maschinist für alle möglichen bühnentechnischen Aufbauten zuständig, die entweder von der Ausstattung, von der Beleuchtung, von Schauspielern oder für Special Effects etc. benötigt werden. Es müssen Podeste, Rampen, Bühnen, Türme etc. gebaut werden.

Eine weitere wichtige Arbeit des Maschinisten ist die Kontrolle und gegebenenfalls die Abdeckung von Lichteinfällen in die Optik.

Oft ist er auch derjenige, der die Klappe schlägt, welche zur Identifizierung und Synchronisation der Bild- und Tonaufnahme dient.

Nach Beendigung der Dreharbeiten ist der Maschinist dafür verantwortlich, dass die Ausrüstung vollständig und gereinigt dem Geräteverleih zurückgebracht wird.


Anforderungen und Voraussetzungen  (siehe auch die allgemeinen Informationen)

Der Maschinist muss über gute Kenntnisse in der Sicherheitstechnik verfügen. Er muss die Statik und Belastbarkeit von Kamerastativen, Kameraaufhängungen, Kamerafahrzeugen und Kamerakrane sowie die Gefahren bei deren Aufbau und Betrieb kennen. Ebenso muss er die Sicherheit und die Belastbarkeit beim Aufbau jeglicher Arten von Podesten und Gerüsten gewährleisten. Praxisbezogene Grundkenntnisse in der Mechanik, Statik und Dynamik helfen ihm dabei.

Er muss die Neuentwicklungen von bühnentechnischen Geräten verfolgen und sich deren Handhabung aneignen.

Da der Maschinist an der Kamerabewegung und somit an der Bildgestaltung beteiligt ist, sind ihm Kenntnisse der visuellen und dramaturgischen Wirkung von Kamerabewegungen und ihrer Ausführung (Kamerafahrten, Kranfahrten, Rhythmus und Bewegung) sehr von Nutzen. Aufgrund seiner Mitwirkung bei der Bildgestaltung muss er zudem belastbar und stressfähig sein (Abbruch einer Einstellung, wenn die Bewegung nicht funktioniert hat usw.).

Gute körperliche Verfassung und Fahrausweis sind Voraussetzung.

Der Beruf ist nur über die Praxis zu erlernen. Praktische Erfahrungen als Assistent (Stagiaire) sind unabdingbar.

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