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Berufsbilder Film

Szenenbildner/in:

Für den Szenenbildner werden im deutschsprachigen Raum verschiedene Berufsbezeichnungen gebraucht: Szenenbildner, Filmarchitekt, Ausstattungsleiter. Hier wird die in der Schweiz gebräuchliche Bezeichnung "Szenenbildner" verwendet. Die Mitarbeit eines Szenenbildners wird bei der Herstellung von Spiel- und Fernsehfilmen, bei Werbefilmen und, selten, bei Industriefilmen beansprucht. Zu seinem Tätigkeitsbereich gehören die künstlerische Gestaltung und die technisch-organisatorische Planung und Ausführung der Ausstattung. Mit seiner Arbeit gestaltet der Szenenbildner die ästhetische und emotionale Atmosphäre des Films mit.


Aufgaben

Während der Vorbereitungszeit analysiert der Szenenbildner das Drehbuch nach szenenbildnerischen Gesichtspunkten und erstellt seine Drehbuchauszüge: Schauplätze, Spielrequisiten, Spezialeffekte etc. In mehreren Vorgesprächen mit dem Regisseur erarbeitet er sich die dramaturgische und stilistische Konzeption des Filmes, versucht hinter die Charaktere der Figuren zu kommen und vertieft sein Wissen über das Thema mit Quellenstudien und Recherchen. Mit der Produktion bespricht er das Budget, den Terminplan und die Anforderungen an die Drehorte.

Wenn an Originalschauplätzen gedreht werden soll, sucht der Szenenbildner mögliche Drehorte. Dabei muss er die künstlerischen Anforderungen sowie die Entfernung und Erreichbarkeit berücksichtigen. Er achtet bei der Motivsuche auf mögliche Kamerastandpunkte, Blickwinkel und Änderungen, die am Originalschauplatz vorgenommen werden müssten.

Aufgrund seiner Drehbuchauszüge erstellt der Szenenbildner für den gesamten Ausstattungsbereich ein detailliertes Budget unter Berücksichtigung der verfügbaren Mittel, der Produktionsbedingungen und der künstlerischen und technischen Anforderungen. In Absprache mit der Produktion stellt er sein Mitarbeiterteam zusammen. Um Ideen und Vorschläge anderen Mitarbeitern verständlich zu machen, fertigt er Entwürfe, Modelle, Skizzen und Grundrisse an, die er der Regie, der Kamera und ev. der Produktion präsentiert und mit ihnen bespricht. Wenn nötig, fertigt er Werkstattzeichnungen für zu bauende Dekors an.

Der Szenenbildner ist für die Zusammenstellung der Einrichtung (Requisiten, Möbel etc.) verantwortlich. Zu den Requisiten gehören auch Fahrzeuge und Tiere. Er organisiert benötigte Spezialeffekte (Wind, Regen, Schnee, Feuer, Wasser, Stunts etc.) und beauftragt Fachleute mit deren Ausführung. Er überwacht den Bau von Dekors. Die fertigen Dekors präsentiert er bei der Abnahme dem Regisseur und dem Kameramann.

Während der Dreharbeiten ist der Szenenbildner parallel zur Tagesdisposition für Vorbauten, Umbauten und Rückbauten verantwortlich. Er nimmt situationsbedingte Änderungen und Korrekturen vor, ist dafür verantwortlich, dass sämtliche Dekorbauten, Requisiten und Spezialeffekte termingerecht zur Verfügung stehen und achtet auf die Einhaltung der Fristen für An- und Rücklieferungen.

Der Szenenbildner nimmt an den Mustervorführungen teil.

Am Ende der Dreharbeiten ist der Szenenbildner dafür verantwortlich, dass die Drehorte in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Er leitet die terminliche Auflösung seines Mitarbeiterteams. Zu Handen der Produktion macht er eine Endabrechnung.


Anforderungen und Voraussetzungen  (siehe auch die allgemeinen Informationen)

Der Szenenbildner braucht schöpferische Phantasie, dramaturgisches Denken, Farbensinn und Raumgefühl, aber auch umfassendes Wissen auf dem Gebiet der Kunst- und Kulturgeschichte sowie der Stil- und Milieukunde. Er braucht sowohl handwerkliche Fachkenntnisse (Materialkunde und technisches Zeichnen) als auch kaufmännische Fähigkeiten (Organisationsplanung, Budget-Erstellung). Er muss fähig sein, ein Mitarbeiterteam zu führen und zu motivieren.

Die Ausbildung erfolgt über die Praxis durch Assistenzen. Oft werden Schulen im Bereich Gestaltung als Vorbereitung für den Beruf besucht.

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