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Personal AssistantEine Dienstleistung von FOCAL zur Unterstützung junger Regisseurinnen und Regisseure, die sich bei ausländischen Filmemachern weiterbilden wollenWenn ein junger Regisseur* den ersten bedeutenden Kurzfilm abgeschlossen hat, fasst er meist ein Stage auf einem abendfüllenden Spielfilm ins Auge, wo er sich mit den Mechanismen der professionellen Filmproduktion vertraut machen will. Wenn er sich mit diesem Anliegen an eine Produktionsfirma oder einen Filmemacher wendet, schlägt man ihm vermutlich einen Job als Regie-Stagiaire oder als dritter Regieassistent vor. In dieser Stellung hat er jedoch keine Chance, den gewünschten Durchblick zu erhalten, denn in der Praxis ist er dort der ersten oder zweiten Regieassistenz unterstellt, und nicht der Regie selbst. Er hat somit mehr mit Statisten zu tun als mit der Regie. Natürlich ist auch diese Erfahrung nützlich und manchmal spannend, je nach Komplexität der Szenen und den Personen, die daran arbeiten; sie bringt ihn in seinem Verständnis des Métiers des Regisseurs jedoch kaum weiter. Es gibt jedoch eine Stellung, in der er den ganzen künstlerischen Prozess an der Seite des Regisseurs mit verfolgen, sämtliche Herausforderungen beobachten und aktiv mitmachen kann: die des Personal Assistant. Der Personal Assistant ist eine in der Schweizer Produktionslandschaft inexistente Stellung und rechtfertigt sich auch sonst nur bei grösseren Budgets (ab ca. 3 Mio. Euro). Wie aus der Bezeichnung hervor geht, ist der "persönliche Assistent" direkt dem Regisseur unterstellt. Sein Pflichtenheft variiert stark, je nach Regisseur und Filmprojekt. Mögliche Aufgaben sind:
Diese (unvollständige) Liste zeigt, dass sich der Personal Assistant genau am richtigen Platz befindet um zu verstehen, wie ein Regisseur arbeitet. Es ist die einzige Stelle, an der er sich mit Sicherheit "mitten drin" befindet und lernen kann, was er für seine berufliche Laufbahn braucht. Mit dem Personal Assistant-Stipendium will FOCAL jungen Regieanwärtern helfen, Zugang zu einem solchen Posten auf einer ausländischen Produktion zu erhalten. Die Stiftung stellt für die beiden Anstellungen je 5'000 Euro (für Anstellungen von bis zu 4 Monaten) bzw. 6'000 Euro (für Anstellungen von 5 Monaten und mehr) zur Verfügung. Die Stipendien werden in zwei Raten ausbezahlt: 80% zu Beginn des Praktikums und 20% bei Abgabe des jeweiligen Praktikumsberichts. Die beiden ersten Stipendien gingen: 2009 an Gilles Monnat, Absolvent der Ecole cantonale d'art de Lausanne (ECAL), für seine Mitarbeit am Film la permission de minuit von Delphine Gleize, mit Vincent Lindon und Emmanuelle Devos. Sein Bericht (auf Französisch) liest sich wie ein Drehbuch; 2010 an Ivana Lalovic, Diplomandin der ZDHK, für ihre Mitarbeit am schwedischen Film a dove sitting on a bench reflecting on existence von Roy Andersson. Lesen Sie ihr Bericht (auf English). Modalitäten der Bewerbung für ein Personal Assistant-Stipendium
Die Bewerbungen für das Personal Assistant-Stipendium können ab sofort eingereicht werden, spätestens jedoch am 10. Dezember 2011. Eine Jury, bestehend aus
wird über die Vergabe der beiden Stipendien entscheiden. Die Jurymitglieder sind unabhängig, die Entscheidungen werden nicht begründet. Für weitere Fragen zu diesem Stipendium schreiben Sie uns an: info@focal.ch *Der Lesbarkeit zuliebe verwenden wir die männliche Form. Selbstverständlich sind damit immer Frauen und Männer gemeint. |
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